Wasserfrösche (Pelophylax lessonae und Pelophylax kl. esculentus)
 
Merkmale
- grüne bis grünbraune Grundfarbe, meist mit dunklen Flecken, häufig helle Rückenmittellinie
- Männchen mit zwei weißen Schallblasen
- zwischen 4,5 und 9 cm groß
 
Die europäischen Wasserfrösche bilden einen Komplex aus mehreren nahe verwandten Arten und Mischformen. In Vorarlberg sind der Kleine Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) und der Teichfrosch (Pelophylax kl. esculentus) heimisch. Nur der Kleine Wasserfrosch ist eine eigene Art. Der Teichfrosch ist ein Hybrid aus Kleinem Wasserfrosch und Seefrosch (Pelophylax ridibundus), der inzwischen in Vorarlberg ebenfalls an einigen Stellen vorkommt. Alle drei Formen sind untereinander fortpflanzungsfähig. Eine sichere Bestimmung ist nur durch eine genaue Vermessung der Tiere möglich.
 
Rufe Kleiner Wasserfrosch: schnarrende Paarungsrufe, quakende Revierrufe
© Rainer Günther / tierstimmenarchiv.de (2500_Pelophylax_lessonae_call, CC BY-SA 3.0)

Rufe Teichfrosch: lauter als jene des Kleinen Wasserfroschs, schnarrende Paarungsrufe, quakende Abwehrrufe
 
© Günter Tembrock / tierstimmenarchiv.de (1380_Teichfrosch_Paarungsrufe, CC BY-NC-SA 3.0)
 
Lebensraum und Verbreitung
Wasserfrösche sind eng an Gewässer aller Art gebunden. Bevorzugt werden besonnte, vegetationsreiche Weiher, Teiche und Kleinseen, aber auch bewachsene Flachufer großer Seen und Altarme werden besiedelt. Tagsüber lassen sich Wasserfrösche häufig beim Sonnen am Gewässerrand beobachten. Bei Gefahr retten sie sich mit einem Sprung ins Wasser. Dank der gut entwickelten Schwimmhäute an den Hinterfüßen sind sie hervorragende Schwimmer. Auf dem Speiseplan der Wasserfrösche stehen hauptsächlich Insekten. Sie fressen aber auch Schnecken, Würmer und andere Amphibien.
In Vorarlberg sind Wasserfrösche schwerpunktmäßig am Bodensee und im Rheintal verbreitet. Sie kommen hauptsächlich in Höhenlagen unter 500 m Meereshöhe vor.
 
Verbreitungskarte (Stand 2008)
 
Fortpflanzung
Während der Paarungszeit von Ende April bis Anfang Juli bilden die Wasserfroschmännchen oft große Rufgemeinschaften und veranstalten eindrucksvolle "Froschkonzerte". Wasserfrösche legen mehrere kleine bis mittelgroße Laichballen ab. Die Kaulquappen schlüpfen nach wenigen Tagen und entwickeln sich in fünf bis zwölf Wochen zu kleinen Fröschen.
 
Feinde und Gefährdung
Zu den Feinden zählen Raubtiere wie Fuchs und Marder, Vögel wie Reiher und Störche, aber auch große Raubfische und die Ringelnatter. Die Kaulquappen werden von Fischen, Molchen und räuberischen Insekten erbeutet.
Lebensraumverlust und Fischbesatz in den Laichgewässern sind die wichtigsten Gefährdungs- ursachen.
 
In anderen Sprachen...
Pool frog / Edible Frog (englisch)
Grenouille des Lessona / Grenouille verte (französisch)
Rana verde minore / Rana verde (italienisch)
Tiigikonn / Veekonn (estnisch)
Damfrosk / Grønn frosk (norwegisch)
Olasz erdei béka / Kecskebéka (ungarisch)
Lessonansammakko / Syötävä sammakko (finnisch)