Giftschlange Kreuzotter
 
Thomas Aquinas Bruhin erwähnte bereits 1868 das Vorkommen des Feuersalamanders in "Die Wirbelthiere Vorarlbergs - eine Aufzählung der bis jetzt bekannten Säugethiere, Vögel, Amphibien und Fische Vorarlbergs, einschliesslich des Rheinthales und des Bodensee's". In der Vergangenheit gab es immer wieder Hinweise auf Beobachtungen dieser Art, konkrete Belege standen uns jedoch nicht zur Verfügung. In der „Roten Liste“ wird die Art daher als „verschollen“ angeführt. Ein möglicher Grund für die Unsicherheit war auch die häufige Verwechslung des Feuersalamanders mit Bergmolchen, die durch eine "feuerrot" gefärbte Bauchseite gekennzeichnet sind.
 
Lange Zeit war der einzige uns zur Verfügung stehende Nachweis ein Foto aus den 1980er Jahren: Vinzenz Blum beobachtete das Tier in Höchst. Es handelte sich dabei um ein Exemplar der Unterart terrestris mit streifenförmig gelben Flecken. Diese Unterart kommt in der benachbarten Schweiz vor. Es ist durchaus möglich, dass das beobachtete Tier über den Alten Rhein nach Österreich gelangte. Dass am Alten Rhein aber tatsächlich Feuersalamander vorkommen, zeigt die Mitteilung von Stephanie Jurthe aus dem Jahr 2011, die hier ein weiteres Exemplar beobachten konnte. Auch aus anderen Regionen verdichten sich die Hinweise, dass der Feuersalamander lokal noch vorkommt.
 
2009 machte Günter Feuerstein auf Vorkommen des Feuersalamanders im Hinterland von Dornbirn aufmerksam; die Beobachtungen wurden durch Fotos adulter Tiere und von Larven dokumentiert. Im selben Jahr konnten auch wir in diesem Gebiet eine Feuersalamander-Larve beobachten.
 
Dank dieser Hinweise gilt der Feuersalamander somit nicht mehr als verschollen, sondern – wenngleich nur lokal vorkommend – als Teil der Amphibienfauna Vorarlbergs.

Literatur:
Strauß, A., Grabher, M., Loacker, I. & Aschauer, M. (2013): Feuersalamander (Salamandra salamandra) in Vorarlberg. Rheticus 60: 29-32