Teichmolch (Lissotriton vulgaris)
 
Merkmale
dunkle Längsbinden am Kopf (Streifenmolch)
Bauch orange mit Flecken (Männchen) oder Punkten (Weibchen), Kehle heller
Männchen oberseits bräunlich mit Flecken, in Wassertracht mit leicht gewelltem Rückenkamm, an der Schwanzunterseite orangrotes und blaues Längsband, bis 11 cm lang
Weibchen oberseits hellbraun, bis 9,5 cm groß
 
Lebensraum und Verbreitung
Teichmolche findet man vor allem in sonnigen und vegetationsreichen Gewässern. Im freien Wasser machen sie Jagd auf Kleinkrebse. Sie fressen aber auch Insektenlarven, Amphibienlaich und Larven. Die erwachsenen Tiere verlassen ab Juni die Gewässer und gehen zum Landleben über. Der Landlebensraum kann mehrere 100 m entfernt sein, liegt jedoch meist in Gewässernähe. Den Tag verbringen die Molche in Verstecken, z.B. unter Steinen, Baumwurzeln oder Holz.
In Vorarlberg ist der ansonsten im Tiefland häufige und weit verbreitete Teichmolch selten. Es sind nur wenige Vorkommen aus dem Talraum des Rheintals und des Walgaus und ein Fundpunkt im Bregenzerwald bekannt.
 
Verbreitungskarte (Stand 2008)
 
Fortpflanzung
Sobald der Boden frostfrei ist, machen sich die Teichmolche auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Die Männchen treffen dabei früher ein als die Weibchen. Erst im Wasser entwickelt sich ihr prächtiges Hochzeitskleid. Eine reiche Wasserpflanzenvegetation ist für die Eiablage wichtig. Die Weibchen wickeln die Eier mit den Hinterbeinen einzeln in Pflanzenblättern ein. Nach drei bis fünf Wochen schlüpfen die Larven, die sich je nach Umgebungstemperatur nach zwei bis vier Monaten zu jungen Molchen umwandeln.
 
Feinde und Gefährdung
Teichmolche haben zahlreiche Feinde: Vögel, Fische, Ringelnatter, Wasserinsekten und sogar andere Molcharten machen Jagd auf Larven und fertig entwickelte Tiere.
Die Vorkommen in Vorarlberg liegen an einer natürlichen Verbreitungsgrenze, da die Art in den Alpen weitgehend fehlt. Dadurch reagiert der Teichmolch besonders sensibel auf Umweltveränderungen. Gewässerverschmutzung und Lebensraumverlust sind die hauptsächlichen Gefährdungsursachen.
 
In anderen Sprachen...
Smooth newt (englisch)
Triton ponctué (französisch)
Tritone volgare (italienisch)
Earc (gälisch)
Küçük semender (türkisch)
Paprastasis tritonas (litauisch)
Mindre vattensalamander (schwedisch)
Tähnikvesilik (estnisch)