Bergeidechse (Zootoca vivipara)
 
Merkmale
- Grundfarbe braun (zahlreiche Abstufungen von hell- bis dunkelbraun möglich)
- Flanken dunkler als der Rücken
- helle und dunkle, oft strichförmige Flecken und Fleckenreihen
- am Rücken meist dunkle Mittellinie erkennbar
- Schwanzlänge beträgt bis zu zwei Drittel der Körperlänge
- bis zu 16 cm lang, meist aber kleiner
 
Lebensraum und Verbreitung
Die tagaktive Bergeidechse ist die einzige Eidechsenart, die auch im geschlossenen Wald lebt. Häufiger besiedelt sie jedoch Moore, Feuchtwiesen, Heiden, Alm- und Bergwiesen. Dort lauert sie Spinnen, Fliegen, Heupferdchen und Bodeninsekten auf. Die Bergeidechse liebt die Feuchtigkeit und ist standorttreu. Bei Gefahr flüchtet sie sogar ins Wasser. Die kalte Jahreszeit verbringt sie in Winterstarre in einem geschützten Versteck.
In Vorarlberg hat die Bergeidechse ihren Verbreitungsschwerpunkt im Berggebiet, wo sie bis 2300 m Meereshöhe vorkommt. Seltener kann sie in den Streuwiesen und Feuchtgebieten der Tallagen beobachtet werden.
 
Verbreitungskarte (Stand 2008)
 
Fortpflanzung
Das eher raue Klima der Bergregionen ist denkbar ungünstig für wärmebedürftige Tiere wie Eidechsen. Während andere Arten auf sonnige und warme Brutplätze für ihre Eier angewiesen sind, kann die Bergeidechse ihre Jungen lebend zur Welt bringen. Die Paarungszeit erstreckt sich von Mai bis Juni. Trächtige Weibchen suchen gezielt Sonnenplätze zum Wärmen auf und gebären nach etwa drei Monaten drei bis zehn fertig entwickelte Jungtiere. In wärmeren Gebieten wurden auch Eier legende Formen entdeckt.
 
Feinde und Gefährdung
Wie alle Eidechsen kann auch die Bergeidechse bei Gefahr ihren Schwanz abwerfen. Das kräftig zappelnde Schwanzende lenkt den Angreifer meist erfolgreich ab. Zu den Feinden zählen Schlangen, Kleinsäuger und Rabenvögel.
Die Bergeidechse scheint in den Alpen derzeit nicht gefährdet. In tiefen Lagen sind jedoch die Feuchtgebiete in den vergangenen Jahrzehnten weniger geworden. Eine traditionelle Bewirtschaftung von Bergwäldern und Alpweiden trägt zum Erhalt der Bergeidechse bei.
 
In anderen Sprachen...
Common lizard (englisch)
Lézard vivipare (französisch)
Lucertola vivipara (italienisch)
Lagartija de turbera (spanisch)
Laghairt (gälisch)
Sisilisko (finnisch)
Jaszczurka zyworodna (polnisch)