Mauereidechse (Podarcis muralis)
 
Merkmale
- schlanke und zierliche, sehr flinke Eidechse, die Mauern auch kopfüber abwärts klettert
- meist graubraun, oft auch rötlich oder grünlich gefärbt
- Jungtiere und Weibchen mit durchgezogenem, dunkelbraunen Flankenband
- meist dünner Rückenstreifen, der bei Männchen netz- oder fleckenartig aufgelöst ist
- maximal 19 cm lang, davon entfallen zwei Drittel auf den Schwanz
 
Lebensraum und Verbreitung
Die wärmeliebende Mauereidechse besiedelt sonnige und trockene Standorte und ist an südexponierten Böschungen, Bahndämmen, Trockenmauern, Steinbrüchen, in Weinbergen, Ruinen oder Geröllhalden zu finden. Mit ihrer zierlichen Gestalt ist die sie ganz an das Leben an senkrechten Flächen und in engen Spalten angepasst. Hinsichtlich der Nahrung sind Mauereidchsen wenig wählerisch. Sie fressen Insekten, Spinnen und Würmer und machen selbst vor den eigenen Jungtieren nicht Halt.
In Vorarlberg war die Art ursprünglich nicht heimisch. Sämtliche Vorkommen gehen auf ausgesetzte Tiere zurück. Größere Bestände haben sich in Frastanz, Feldkirch und Rankweil etabliert. 2006 wurde die Mauereidechse auch am Rheindamm in Hard entdeckt.
 
Verbreitungskarte (Stand 2008)
 
Fortpflanzung
Während der Paarungszeit finden zwischen den Männchen heftige Kämpfe und wilde Verfolgungsjagden statt. Etwa einen Monat nach der Paarung legen die Weibchen zwei bis zehn Eier in selbst gegrabenen Erdhöhlen, in Mauerspalten oder unter Steinen ab. Die 5 - 6 cm großen Jungtiere schlüpfen Ende Juli bis Mitte August.
 
Feinde
Zu den Feinden zählen Schlingnattern, Steinmarder, Wiesel, Hauskatzen, Spitzmäuse und vor allem Greifvögel wie Turmfalke oder Mäusebussard.
 
In anderen Sprachen...
Wall lizard (englisch)
Lézard des murailles (französisch)
Lagartija roquera (spanisch)
Duvar kertenkelesi (türkisch)
Almindeligt murgirben (dänisch)
Muurisisilisko (finnisch)
Fali gyík (ungarisch)